26.03.24 –
Der Plöner Kreistag hat eine richtungweisende Entscheidung zur Zukunft der Klinik Preetz und der Geburtshilfe getroffen. Ein wesentlicher Bestandteil des Beschlusses ist die Entscheidung, den seit ca. eineinhalb Jahren geschlossenen Kreißsaal nicht wieder zu eröffnen. Er schließt sich damit der Empfehlung des Aufsichtsrates der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen des Kreises Plön gGmbH an, "die Empfehlungen aus dem Endera Sanierungsgutachten zur Zukunftssicherung der Gesundheits- und Pflegeinrichtungen des Kreises Plön gGmbH umzusetzen.“ Teil der Empfehlungen des Gutachtens ist die Nicht-Wiedereröffnung der Geburtshilfe.
Diese Entscheidung ist niemandem von uns - und sicherlich auch niemand aus den anderen Fraktionen - leicht gefallen. Unsere Grüne Fraktion im Kreistag bedauert außerordentlich die Entwicklung, die zur Entscheidung, die Geburtshilfe nicht wieder zu eröffnen, geführt hat. Vorausgegangen ist der mehrjährige Einsatz unserer Fraktion für den Erhalt der Geburtshilfe in den zuständigen Gremien, insbesondere im Aufsichtsrat der Gesundheits- und Pflegeeinrichtung gGmbH und im Hauptausschuss des Kreises. Bis zuletzt wurde gemeinsam mit Vertreter*innen der beiden anderen großen Fraktionen im Kreistag sowie den Mitarbeitervertreter*innen der Klinik nach Lösungen gerungen. In Gesprächen mit den Hebammen wurde auch die Möglichkeit eines durch Hebammen geführten Kreißsaals erörtert. Die hierfür erforderlichen Schritte stellen sich leider als nicht so zeitnah umsetzbar heraus, wie es angesichts der wirtschaftlichen Gesamtsituation der Klinik erforderlich wäre.
Der Kreißsaal der Klinik Preetz war bis Ende 2022 immer wieder zeitweise aufgrund fehlenden Personals von der Versorgung abgemeldet, bis er schließlich Ende 2022 gar nicht wieder eröffnet wurde. In einer ausgesprochen schwierigen Ausgangslage aus Fachkräftemangel sowohl im Bereich der Fachärzt*innen als auch der Hebammen, ist es bis heute nicht gelungen, ein tragfähiges Konzept für eine Wiedereröffnung zu entwickeln.
Aus Verantwortung für den dauerhaften Bestand des Klinikums in kommunaler Trägerschaft haben wir Grünen die Entscheidung im Aufsichtsrat und im Kreistag mitgetragen. Eine Missachtung der Empfehlungen des Gutachtens hätte die gesamte Klinik in eine erhebliche wirtschaftliche Schieflage gebracht und somit den Bestand des Hauses mit seinen fast 1000 Mitarbeitenden gefährdet.
Unser Fraktionsvorsitzender Martin Drees sagt: „Die Entwicklung in der Krankenhauslandschaft ist insgesamt äußerst kritisch. Sie ist Folge einer langjährigen Fehlentwicklung vorangegangener Regierungen. Wir müssen aber anerkennen, dass der Kreis Plön allein nicht in der Lage ist, über bundespolitische Rahmenbedingungen hinwegzugehen, die die aktuelle Entscheidung notwendig gemacht haben.“ Bündnis 90/ Die Grünen werden sich weiterhin auf allen politischen Ebenen für eine wohnortnahe Versorgung von Schwangeren, bei denen keine Komplikationen zu erwarten sind, und ihren Familien einsetzen.
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