
21.10.26 –
Die Vereinten Nationen warnen: Die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen reichen nicht aus; selbst wenn alle Länder ihre Klimapläne umsetzen, droht bis zum Jahr 2100 eine Erwärmung von etwa 2,1 Grad. UN-Generalsekretär António Guterres bemängelte bei der Präsentation des UNEP-Jahresberichts, dass die Weltgemeinschaft ihre Klimaziele zunehmend aus den Augen verliere und weit davon entfernt sei, sie zu erreichen.
Nach UN-Berechnungen könnte die globale Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts sogar um bis zu 2,8 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit steigen. Auch die jüngsten Messungen zeigen, wie dringend gehandelt werden muss: Erstmals lag die durchschnittliche Erwärmung im Zeitraum 2023 bis 2025 über drei Jahre hinweg bei mehr als 1,5 Grad.
Um langfristig wieder auf eine Erwärmung von höchstens 1,5 Grad zu kommen, müssten die weltweiten Treibhausgasemissionen sinken. Davon ist die Weltgemeinschaft weit entfernt. Selbst bei vollständiger Umsetzung der geplanten Klimaschutzmaßnahmen würden die Emissionen bis 2030 lediglich um bis zu acht Prozent und bis 2035 um bis zu 15 Prozent zurückgehen. Zusätzlich müsste CO₂ in großen Mengen aus der Atmosphäre entfernt werden.
Bei der 31. Weltklimakonferenz (COP31) vom 9. bis 20. November im türkischen Antalya will die internationale Staatengemeinschaft im November über weitere Schritte beraten. Die Botschaft ist klar: Jedes Zehntelgrad zählt.
Download des neuen Uno-Berichts „Emissions Gap Report”
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